Liebe Bürgerinnen und Bürger,

wehmütig blicke ich auf die beiden Ausstellungen unserer Kleintierzuchtvereine zurück. Dabei begleiten mich große Sorgen, nicht nur um das dörfliche Leben in Vereinen, sondern generell das Leben der Menschen zueinander.

Die große Frage, die wir uns als Gesellschaft stellen müssen, ist:
WIE WOLLEN WIR IN ZUKUNFT IN DIESEM KLIMA ZUSAMMENLEBEN?

In Gesprächen, Beiträgen und Publikationen bricht sich die Zerrissenheit, Spaltung und eifrige Suche nach vermeintlich Schuldigen ungeniert Bahnen. Wer ist in den vergangenen 1,5 Jahren nicht schon alles Schuld gewesen? Die Urlauber, die „Alten“, Schüler und jetzt die Ungeimpften (unter 2G Bedingungen die bisher Einzigen mit regelmäßiger Testung). Mit welcher Hingabe und hedonistischer Begierde - Maslow hätte hierbei alle Annahmen seiner Bedürfnispyramide (https://de.wikipedia.org/wiki/Maslowsche_Bed%C3%BCrfnishierarchie)bestätigt gefunden - um immer stringentere Maßnahmen, gesellschaftlichen Ausschluss zur "Überzeugung" und "wissenschaftlicher" Deutungen - Tischtücher zerschnitten, Risse durch Familien, Freundeskreise, Partnerschaften und Arbeitsverhältnisse getrieben werden, hätte Heinrich Kramer (https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Kramer) nicht besser auf unsere Zeit übertragen können.

Da werden Impfquoten mit Wahlergebnissen korreliert und zu Eindeutigkeiten erklärt, wohl wissentlich, dass es nur auf das Forschungsdesign ankommt um gewünschte Antworten zu bekommen. Da wäre es ein Einfaches, in der Korrelation von Sonnenaufgang und krähendem Hahn, die kriminelle Absicht der Ruhestörung beim Tier feststellen zu können, wenn man es als Forschungsfrage stellt. Aber sind es wirklich nur politische Motive? Können es auch nicht gesundheitliche, soziale, familiäre oder die bloße Angst um eine neue gentechnische Methode sein? Wer mag es im Angesicht der CRISPR-Methode (https://www.youtube.com/watch?v=ZAz1GutJGbg&t=210s) verübeln? Das heißt natürlich nicht, dass es auch so gemacht wird, nur wird immer irgendwo auf der Welt etwas getan, was nicht getan werden sollte (https://www.sueddeutsche.de/wissen/bestaetigung-crispr-babys-china-1.4296824).

Unser derzeitiger gesellschaftlicher Zustand scheint jedoch auszureichen, um Jahrzehnte lange demokratische Tradition, die Schutzfunktionen des Grundgesetzes und generell das Vertrauen in die Entscheidungsträger in einem Maß zu überspannen, dass scheinbar nur noch das Prinzip "Hoffnung" zählt, auch wenn es in den vergangenen 18 Monaten regelmäßig zur Enttäuschung führte. Wie wird sich der Geimpfte und Genesene fühlen, wenn sein Status doch früher ausläuft als bisher versprochen? Dass die Impfung allein nicht der versprochene Wellenbrecher oder die glorifizierte Solidarität ist, scheint mittlerweile an den täglichen Zahlen bestätigt. Schon im Oktober war Bremen mit der höchsten Impfquote gleichzeitig Inzidenz-Spitzenreiter (Quelle: ntv-App 09.10.2021). Vielmehr scheint regelmäßiges Testen für alle, wie es am 18.11. der Thüringer Ministerpräsident beim MDR forderte, ein probates Mittel zu sein - das sollte es uns wert sein und nicht am Geld und Willen scheitern.

Auch, wenn in der "Causa Corona" weder die Eine noch die Andere Sichtweise, der Weisheit letzter Schluss ist und die Frage nach Richtig oder Falsch erst durch kommende Generationen beantwortet wird, sollte sich der Mensch auf das besinnen, was ihn in jeder Krise stark gemacht hat - der Zusammenhalt.

In diesem Sinne halten Sie zusammen, bleiben achtsam und gesund!

Ihr Bürgermeister

Christian Blum